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Albtraum oder Nachtschreck?

11 April 2022, von By Sleep

Albtraum

Albträume treten am häufigsten bei 2- bis 3-Jährigen auf. Früher oder später ist natürlich auch möglich, aber um das 2. Lebensjahr herum erleben Kinder die Dinge immer bewusster und träumen mehr davon. Außerdem glauben sie in diesem Alter, dass Monster und andere gruselige Kreaturen wirklich existieren. Übrigens können Kinder nach einem traumatischen Ereignis häufiger Albträume haben.

Albträume treten oft am Ende eines Schlafzyklus auf, während des REM-Schlafs (meist in den frühen Morgenstunden). Nach einem Albtraum erkennt dein Kind dich wieder und möchte, dass du bei ihm bleibst und es beruhigst. Dein Kind kann sich an einen Albtraum oft erinnern, manchmal sogar noch am nächsten Morgen.

Was kannst du tun, um gruselige Träume zu vermeiden?

Vermeide gruselige Filme, Bücher und Geschichten tagsüber und besonders kurz vor dem Schlafengehen. Denk daran, dass einige Nachrichten im Fernsehen oder Radio für Kinder ziemlich beängstigend sein können. Außerdem kann man versuchen, Albträumen vorzubeugen, indem dein Kind ausreichend schläft (Erschöpfung kann das Auftreten von Albträumen verstärken) und auf eine hohe Dosis Vitamine kurz vor dem Schlafengehen verzichtet.

Was kannst du tun, wenn dein Kind einen beängstigenden Traum hat?

Handele schnell. Gehe zu deinem Kind und beruhige es. Lass es nicht allein, wenn es noch nicht bereit ist. Du kannst dein Kind ablenken, indem du es an lustige Dinge denken lassen, z. B. indem du Fragen stellst wie: „Was magst du am liebsten auf dem Spielplatz“ oder „Was ist dein Lieblingstier“, „Was würdest du morgen am liebsten machen“, „Was ist das Schönste, was du je gemacht hast?“ Je nach Alter kannst du auch eine Visualisierungsübung machen. Lass dein Kind Teil seines Lieblingsbuchs oder -films werden. Er/Sie darf mit den Hauptfiguren spielen. Beginne die Geschichte so, wie er/sie sie kennt, und lass ihn/sie eigenen Stücke dazu erfinden.

Nachtschreck

Nachtschreck wird auch Nachtangst genannt und der medizinische Begriff lautet pavor nocturnus. Ein Nachtschreck tritt in den ersten 2 Stunden nach dem Einschlafen deines Kindes auf, also in der Non-REM-Schlafphase (Tiefschlaf). Dein Kind schreit, schwitzt, tritt, schlägt und/oder hat eine hohe Herzfrequenz. Dein Kind erkennt dich nicht und lässt sich nicht beruhigen. Kurz gesagt, es ist völlig außer sich und scheint unerreichbar. Der Unterschied zu einem Albtraum besteht darin, dass dein Kind nicht träumt oder wach ist, sondern tatsächlich noch schläft. Dein Kind ist sich dessen nicht bewusst und kann sich später nicht daran erinnern. Ein Nachtschreck kann einige Minuten bis 15 Minuten dauern und vergeht von selbst.

Was kann man tun, um einem Nachtschreck vorzubeugen?

Nachtschreck tritt häufiger bei Kindern auf, die übermüdet oder gestresst sind, daher helfen Ruhe und Schlaf, einem Nachtschreck vorzubeugen. Darüber hinaus können Faktoren wie Fieber, Schlafapnoe und stark gestörte Schlafrhythmen zum Nachtschreck beitragen. Du kannst nicht immer etwas gegen diese Faktoren tun, aber wenn ihr beispielsweise verreist, versuche, den Schlafrhythmus deines Kindes so gut wie möglich beizubehalten, und wenn dein Kind krank ist, lass es viel schlafen. Wenn dein Kind sehr regelmäßig unter Nachtangst leidet, kann es helfen, es 15 Minuten vor dem häufigen Auftreten aufzuwecken. Dies unterbricht den Schlafzyklus, was helfen kann, den Nachtschreck zu verhindern.

Was kannst du tun, wenn dein Kind einen Nachtschreck hat?

Eigentlich nichts. Wenn du versuchst, dein Kind aufzuwecken oder zu beruhigen, kann der Nachtschreck länger anhalten. Stell sicher, dass dein Kind sich nicht verletzen kann. Ansonsten musst du leider abwarten, bis es vorbei ist.

Mehr erfahren?

Wenn du mehr über Alpträume oder Nachtschreck erfahren möchtest, kannst du uns gerne kontaktieren. Vanessa hilft dir gerne weiter.