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Wenn der Körper dein Kind nicht schlafen lässt – Reflux und gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)

9 July 2022, von By Sleep

Was ist Reflux und gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ?

Manche Babys spucken viel und scheinen sich nicht daran zu stören. Bei anderen Babys kann dieser Vorgang jedoch ein brennendes Gefühl verursachen, das sich für das Baby natürlich unangenehm anfühlt.

Das Spucken erreicht in der Regel mit 4 Monaten seinen Höhepunkt und die meisten Kinder hören ganz auf zu spucken wenn sie das erste Lebensjahr erreichen. Wenn dein Baby ohne Beschwerden spuckt und normal Gewicht zunimmt, dann ist dein Baby wahrscheinlich ein normaler „Spucker“. Wenn das Spucken jedoch schwerwiegend oder andauernd ist und deinem Baby andere Probleme bereitet, wie z. B. Gewichtszunahme, Lungenentzündung oder Bluterbrechen, wird dies als gastroösophageale Refluxkrankheit oder GERD bezeichnet.

Achtung! Reflux muss nicht zwangsläufig mit Spucken einhergehen. Manche Babys spucken nicht oder wenig und dennoch erreicht saurer Magensaft ihren Rachen und können auch sie hierdurch großes Unwohlsein erfahren.

Was sind die Ursachen von Reflux?

Gastroösophagealer Reflux tritt auf, wenn der muskuläre Schließmuskel eines Säuglings – dort, wo die Speiseröhre in den Magen eintritt – es sauren Magenflüssigkeiten ermöglicht, zurückzufließen oder rückwärts in die Speiseröhre zu fließen und manchmal bis zu Mund oder Nase zu reichen. Für die meisten Säuglinge ist dies ein normaler Teil der Reifung und Entwicklung, der im ersten Lebensjahr besser wird. Andere Kinder brauchen jedoch medizinische Unterstützung.

Welche Auswirkungen kann Reflux auf den Babyschlaf haben?

In den Rachen / Nase laufende Magensäure kann für dein Baby sehr unangenehm und auch schmerzhaft sein. Babys die an Reflux leiden finden hierdurch oftmals nachts (und auch tagsüber) keine Ruhe. Sie werden häufig wach, fühlen sich unwohl, schlafen unruhig, weinen viel und sind untröstbar. In extremen Fällen kann dies auch nach dem ersten Jahr noch anhalten.

Für sowohl Eltern als Kind kann die Situation sehr belastend sein.

Wie kannst du deinem Baby helfen?

  • Stelle das Kopfende des Bettchens etwas hoch – dies kann deinem Baby Erleichterung bringen
  • Etabliere von Anfang an gute Ernährungsgewohnheiten
    • Biete kleinere Mahlzeiten
    • Gebe genug Gelegenheit für Bäuerchen
    • Biete regelmäßige Still/Flaschenmahlzeiten an
  • Vermeide zu stramme Windeln und Hosenbündchen
  • Etabliere eine gute Schlafroutine
    • Wenig Interaktion / Licht während nächtlicher Mahlzeiten
    • Achte auf altersgerechte Wachzeiten
    • Führe ein Einschlafritual ein

Was kannst du für dich selbst tun?

  • Probiere immer dann zu schlafen wenn es dir möglich ist
  • Wenn möglich, suche dir Unterstützung bei Freunden oder Familie, sodass du ab und zu schlafen / entspannen kannst
  • Probiere auch deinen Partner und/oder andere Personen einzubinden, dich nachts abzulösen
  • Sprich über deine Gefühle, Sorgen und Ängste mit deinem Partner, Freunden, Familie oder in Elterngruppen
  • Achte auf dich selbst! Ein Baby zu haben, das schwer zu trösten ist, wie viele Babys mit Reflux, kann den Stress einer Mutter verstärken, zum Babyblues beitragen und auch eine Wochenbettdepression auslösen. Suche dir darum so schnell wie möglich professionelle Hilfe wenn du merkst, dass du dich anhaltend (emotional) überwältigt fühlst.

 Was machen wir während einer Schlafberatung?

Solange dein Baby an Reflux leidet, wird dies den Schlaf (erheblich) beeinträchtigen. In der Schlafberatung können wir gemeinsam nach Möglichkeiten suchen deinem Baby den Schlaf dennoch etwas zu erleichtern. Allerdings ist erst mit Abklingen der Symptome auch tatsächlich mit einer Verbesserung des Babyschlafes zu rechnen.

Kontaktiere uns gern für ein unverbindliches Informationsgespräch!